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Bonjour, Monsieur Vermeer!

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Zu Besuch bei Johannes Vermeer im Louvre 

Mehrere Wochen war der niederländische Maler Johannes Vermeer das Thema Nummer 1 im Artbook-Team. Die Edition von „Vermeer – Meisterwerke im Detail“ und die damit verbundenen Arbeiten nahmen viel Zeit in Anspruch und bestimmten seit Anfang des Jahres unseren Alltag. Der Niederländer war eine ganze Weile omnipräsent und wurde beinahe zu einem weiteren Teammitglied.

Ein Besuch der Ausstellung „Vermeer und die Meister der Genremalerei“ im Pariser Louvre war sozusagen Pflicht. Und ein großes Vergnügen. Zwölf der insgesamt siebenunddreißig Gemälde des Holländers hatte der Louvre versammelt und den Werken anderer niederländischer Meister gegenübergestellt.

Spannend war es, die uns schon aus dem Buch bekannten Details in den Originalen wiederzuentdecken und im Kontext der anderen Bilder zu betrachten. Der Detailreichtum der Teppiche, die Ausgestaltung und Farbigkeit der Kleider, der Einsatz von Licht und Schatten, die Konstruktion von Perspektive und der Unterschied zwischen Vermeers Gemälden aus den 1660er Jahren und seinem Spätwerk waren besonders auffallende Aspekte, die beeindruckten und verblüfften.

Die Perlenwägerin und Das Milchmädchen fanden in unserem Team die meisten Bewunderer. Aber auch die Gemälde Frans van Mieris’ und Samuel van Hoogstratens Die Pantoffel, der Blick in ein Interieur, hinterließen einen nachhaltigen Eindruck. Der Geograf aus dem Frankfurter Städel und der Astronom aus dem Louvre, die sich ein Globenpaar teilen, hingen Seite an Seite – ein höchstseltenes Vergnügen. Und überhaupt ist es außergewöhnlich, eine so große Zahl von Vermeers Gemälden aus bedeutenden, internationalen Sammlungen an einem Ort betrachten und mit denen seiner Zeitgenossen vergleichen zu können. Wer also die Gelegenheit in Paris verpasst hat: Die Ausstellung wird ab dem 17. Juni in der National Gallery of Ireland, Dublin und danach in der National Gallery of Art, Washington gezeigt.

Zur Einstimmung auf unser nächstes Buchprojekt „Caravaggio – Meisterwerke im Detail“ zeigte der Louvre passenderweise zeitgleich eine Ausstellung des Caravaggisten Valentin de Boulogne. Absolut empfehlenswert! Durch die Gegenüberstellung der beiden Meister Boulogne und Vermeer lässt sich ihr Umgang mit Licht und Schatten, der in der Nachfolge der revolutionären Helldunkelmalerei Caravaggios steht, unmittelbar vergleichen.

Hier folgen noch ein paar Bilder von unserem zu kurzen Aufenthalt in Paris, der mit einem Streifzug durch die Buchläden im Viertel Saint-Germain und einem Café au lait und einem Croissant in einem Pariser Café begann..

 

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